Gesänge auf den Frieden
Über den Inhalt
Gesänge auf den Frieden ist ein Vokalwerk, das sich mit Chorgesängen und solistischen Stimmen verschiedenen Betrachtungsweisen des Friedens widmet. Es zeigt, wie fragil das Gleichgewicht einer Welt in Frieden ist und wie elementar eine starke Vision und ein Glauben an eine solche sind, um im globalen, grossen, wie auch im kleinen, dem persönli- chen Umfeld, Frieden zu erreichen und zuzulassen. Die Gesänge tauchen in verschiedene Welten, Religionen und Philosophien ein und lassen immer wieder in Gegengesängen einzelne Stimmen zu Wort kommen, die eigene Reflexionen anregen. Der Kreis beginnt bei uns in der Schweiz, zur Zeit der Burgunderkriege. Die Zeit des Au ruchs in die Renaissance, der Entdeckungen, des Erwachens. Das Verlassen von gewohnten Strukturen birgt Hoffnung, Freude, aber auch Angst in sich. Unsere Gesellscha␣ steht für jede Gesellschaft. Aus jedem Keim kann Gutes wie auch Schlechtes wachsen. Überall entstehen Konflikte, die sich in Krieg äussern können. Dabei kann der Krieg als grosses Glück empfunden werden. Als Hoffnungsträger. Über die altestamentarischen und antiken Bruderzwiste gelangen wir zum Gedankenkreis des jüdischen „Schaloms“, das neben “Frieden” vielmehr auch “Unversehrtheit” bedeutet und den Friedensbildern Jesajas. Aus der gleichen Kultur entsprungen, hören wir das Gebet eines muslimischen Sufi. Ein Dank an die Schöpfung. Der Gesang bringt uns in die Philosophie der Satyagraha, dem gewaltlosen Kampf gegen Machtmissbrauch und Unterdrückung und in die asiatische Glaubenswelt.
Über Friedensaspekte des Buddhismus kommen wir zurück, in die Zeit der Burgunderkriege. Es ist eine Zeit des Wandels, aber auch der Suche nach neuem Halt. Eine Zeit, die bald zur Reformation und Gegenreformation führt.
Wir gelangen zu Niklaus von Flüe, dem Innerschweizer Friedensvermittler, der im 20. Jahrhundert heilig gesprochen wurde und zum Gedankengut der christlichen Glaubenslehre. Die Verheissung des „Neuen Jerusalems“ leitet zur Frage, wie in unserer Welt Frieden erhalten oder geschaffen werden kann.
Ist Frieden eine Illusion? Kann die Zukunft eine friedliche sein? Die Kinder, deren Stimmen wir schon früher vernommen haben, bringen uns zurück auf die elementare Ebene unserer Umwelt und dem Göttlichen in der Natur. Was in den Naturreligionen im Besonderen, aber auch in allen Religionen gleichermassen aufritt, bildet den Kern unseres Daseins: Das Erkennen der Schöpfung und den Respekt und die Liebe zum Anderen.
Der Mensch und sein Tun rücken ins Zentrum. Der letzte Teil soll uns Bewusst machen, dass wir auf der Suche nach dem Glück nicht alleine sind und dazu den Frieden erkennen, in uns tragen und „feiern“ müssen, damit er zu uns kommt und bei uns bleibt.
Dienstag 27. September 2011 20.00 Uhr, Pfarrkirche Unterägeri
Konzertante Aufführung (Uraufführung)
Sonntag 2. Oktober 2011 17.00, Pfarrkirche Schwyz
Chor Audite Nova
Kinder- und Konzertchor der Musikschule Zug
Gabriela Bürgler, Sopran
Marc-Olivier Oetterli, Bass
Markus Volpert, Bariton
Zuger Sinfonietta
Johannes Meister, Leitung